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23.12.2011 - Brockwitzer SSV
Brockwitzer Hockeycracks geben auf
Aus Spielermangel hat sich die Abteilung Hockey beim Brockwitzer SSV aufgelöst. Die restlichen Coswiger Cracks haben beim ESV Dresden eine neue Heimat gefunden.
Eine Sportart stirbt aus. Im Landkreis Meißen wird kein Hockey mehr gespielt. Weder auf Rasen, noch in der Halle. Zumindest nicht im Punktspielbetrieb. Der Brockwitzer SSV, die letzte Hockey-Bastion im Meißner gebiet, hat aufgegeben. Dabei hatten die Brockwitzer Cracks noch im Sommer die Feldsaison 2010/2011 als Tabellenerster der Staffel A der 2. Mitteldeutschen Liga abgeschlossen. Auch wenn das nur die niedrigste Liga zwischen Rennsteig und Lausitz ist, so beweist doch der Erfolg, dass es nicht am Können gelegen hat. Vielmehr kam das schleichende Aus für das Hockey in Brockwitz durch die immer dünner werdende Spielerdecke.
Einst im Hort rekrutiert
Der Rückgang war schon seit fünf, sechs Jahren zu beobachten. Etwa zu dieser Zeit habe ein erster großer Schwung die einst aus dem Brockwitzer Schulhort rekrutierte Mannschaft wegen Studium und Lehrstellen verlassen, erzählt Roman Murcek, der in wenigen Tagen 25 Jahre wird. In der hiesigen Grundschule sei Hockey als gemeinsame Freizeitbeschäftigung angeboten worden. Etablierte Vereine, wie in Bautzen, Pillnitz und Leipzig staunten nicht schlecht über die junge Truppe."Zuletzt haben wir unsere Mannschaft aber nur noch mit Hilfe von Dresdnern zusammen gekriegt", so Murcek. So kam es zur Verbindung mit dem Nachbarverein ESV Dresden. Seit dieser Saison spielen die übrig gebliebenen Brockwitzer, die eigentlich alle aus Coswig stammen, beim einzigen Hockey-Verein in der sächsischen Landeshauptstadt.
Roman Murcek hat es sogar in die erste ESV-Mannschaft geschafft. "Es war eine schöne Zeit in Brockwitz", sagt er. Vor allem, weil es alles Freunde waren, mit denen er spielte. "Aber ich trauere dem nicht nach", so Murcek. Er freut sich über die professionellen Strukturen beim ESV Dresden und die besseren Rahmenbedingungen, wie z.B. den neuen Vollkunstrasenplatzgleich neben der sanierten Sporthalle am Emerich-Ambros-Ufer.
Roman Murcek (links) und Tim Slawik beim Training des ESV
Dresden in der Sporthalle des Coswiger Gymnasiums.
Ostsachsen schwach besetzt
Wegen des modernen Kunstrasens erhofft sich auch Thomashertzsch, der Geschäftsführer des Sächsischen Hockeyverbandes, weiteren Zulauf in der Landeshauptstadt für diese Randsportart. Deren deutsche Hochburgen sind vor allem in Hamburg, Berlin, Mannheim und im Ruhrpott zu finden. Sachsen ist weniger stark aufgestellt. Das Hockeyballungsgebiet im Freistaat heißt Leipzig. Die Messestadt besitzt fünf Hockeyvereine, wobei der ATV Leipzig in der Regionalliga (dritte Liga) am höchsten spielt. Umso mehr bedauert es Hertzsch, dass mit dem Brockwitzer SSV im eh schon schwach besetzten ostsächsischen Raum ein weiterer Verein von der Hockeylandkarte verschwindet. Übrig bleiben hier der ESV Dresden, der Pillnitzer HV, der MSV Bautzen und der HC Niesky. Mehr nichtJetzt 62 Sportarten in Meißen
"Schade, dass uns eine Sportart verloren geht", sagt auch Katrin Kramer, die Geschäftsführerin des Kreissportbundes Meißen. Bisher konnten sich dessen 35 000 Mitglieder in 63 Sportarten fit halten. Jetzt ist es eine weniger. "Leider kann man von außen nicht einwirken, um sowas zu verhindern", sagt sie. Es sei sehr schwierig eine Sportart am Leben zu halten, wenn es nicht genügend Nachfrage für sie gibt.Reichlich Werbung erhält das Hockey in Sachsen aber im nächsten Monat. Vom 12. bis 15. januar werden in der Leipzig-Arena die Hallen-Europameisterschaften der Männer und Frauen ausgtragen.
Autor: Jörg Richter - Sächsische Zeitung
22.05.2011 - Männer - Punktspiel in Brockwitz
Leistungssteigerung sichert Playoffs
Nach den Niederlagen der letzten Wochen wollten wir den freien Fall nun beim ersten Heimspiel im Jahr 2011 gegen den HTC Leipzig unbedingt stoppen und zumindest noch den zweiten Platz sichern, der zur Playoff-Teilnahme genügen würde. Dafür war mindestens ein Punkt von Nöten. Allerdings mussten wir einmal mehr in Unterzahl antreten, dieses Mal hatten wir, unter anderem auf Grund der Rotsperre von Tom, sogar zwei Spieler zu wenig. Allerdings hatten alle Spieler den Ernst der Lage begriffen und vor allem läuferisch war jedem anzumerken, dass wir das Spiel trotz aller Widrigkeiten, zu denen auch der nur unter Lebensgefahr bespielbare Platz zählte, gewinnen wollten.
So konnten wir uns schon früh einige gute Chancen erspielen und hatten trotz Unterzahl zunächst mehr vom Spiel. Umso ärgerlicher war es, dass es dennoch die Gäste aus Leipzig waren, die Mitte der ersten Hälfte in Führung gehen konnten. Aber wir ließen uns vor heimischem Publikum nicht hängen und drängten weiter nach vorn, nur der Ball wollte noch nicht ins Tor. Als dann aber der gegnerische Torwart den Ball, nach einem schönen Pass von Martin in die Spitze, hoch wegkickte und dabei den entgegenkommenden Maik an der Hüfte traf, entschied der Schiedsrichter auf Siebenmeter, welchen Roman souverän im Winkel unterbrachte und so die Ausgleich brachte.
Auch nach der Pause machten wir weiter Druck, mussten allerdings der doppelten Unterzahl und auch der Hitze Tribut zollen, worunter vor allem die Angriffe litten, da zumeist die Konzentration fehlte um diese bis zum Ende auszuspielen. Allerdings hatten wir auch Glück, dass die Leipziger eine Großchance frei vor dem Tor fahrlässig vergaben und so konnten wir am Ende das Unentschieden über die Zeit bringen, was sogar noch zum Gruppensieg reichte, da Tabellenführer Jena zeitgleich in Pillnitz unter die Räder kam. Damit konnten wir uns für das nächste Wochenende ein weiteres Heimspiel sichern, in dem es gegen den LSC Leipzig um den erneuten Einzug ins Playoff-Finale geht.
Autor: Roman Murcek
15.05.2011 - Männer - Punktspiel in Pillnitz
Negativtrend setzt sich in Pillnitz fort
Nach der peinlichen Vorstellung der Vorwoche in Jena wollten wir gegen Pillnitz nun wieder zurück in die Erfolgsspur. Allerdings hatten diese ihr Team im Vergleich zum Spiel zwei Wochen zuvor, das wir klar gewonnen hatten, vor allem in der Offensive deutlich verstärkt. Dazu kam noch, dass wir einmal mehr in Unterzahl antreten mussten und einige nach dem 6:0 im Hinspiel wohl diesmal davon ausgingen, dass sich das Spiel zum Selbstläufer entwickeln würde.
Dass dies nicht der Fall war, zeigten die Pillnitzer bereits früh. Wie schon in der Vorwoche gegen Jena waren wir vor allem im Mittelfeld deutlich unterlegen. Unsere Taktik dieses daher möglichst schnell mit langen Bällen zu überbrücken scheiterte zumeist an der Stoppsicherheit der Pillnitzer Verteidigung. Unsere stand dagegen lange nicht mehr so sicher wie noch in der Hinrunde und so nutzte der Pillnitzer Mittelstürmer bereits früh eine Unsicherheit zur Führung. Wenig später hatten wir dann etwas Pech, als ein Freischlag in unseren Kreis perfekt durch die Beine von Keeper Martin abgefälscht wurde. Als die Pillnitzer dann kurz vor der Pause dann auch noch einen Siebenmeter zum 3:0 nutzten, war das bereits die Vorentscheidung nach einer recht einseitigen ersten Hälfte.
In der zweiten Hälfte wechselte dann Robert aus dem defensiven Mittelfeld auf den rechten Flügel und sorgte dort für deutlich mehr Gefahr in der Offensive, da wir nicht mehr nur einseitig durch die Mitte spielen mussten, allerdings nutzten wir auch unsere Chancen nicht mehr so eiskalt wie noch in der Hinrunde. Stattdessen gelang Pillnitz sogar noch das vierte Tor. Danach kamen zu allem Überfluss auch noch Undiszipliniertheiten hinzu. Roman sah nach einem unnötigen Kommentar zum Schiedsrichter die gelbe Karte, auch wenn dies eine durchaus harte Entscheidung war. Kurz darauf erwischte es dann Tom noch härter: erst musste er nach einem Foul auf die Strafbank und nutzte dann die verbleibende Zeit durch weiteres Gemecker, um vorzeitig duschen gehen zu können, was vor allem deshalb besonders ärgerlich ist, da er uns nun im entscheidenden Spiel gegen den HTC Leipzig gesperrt fehlt. Zumindest der Ehrentreffer gelang uns kurz vor Schluss noch. Nachdem Roman noch knapp am Torwart gescheitert war, nutzte Maik den Abpraller zum einzigen Brockwitzer Tor des Tages. Nun gilt es im letzten Gruppenspiel zumindest noch den zweiten Platz zu verteidigen und die gute Ausgangslage der Hinrunde nicht vollends zu verspielen.
Autor: Roman Murcek
08.05.2011 - Männer - Punktspiel in Jena
Jena zeigt BSSV gnadenlos die Schwächen auf
Nach den drei souveränen Hinrundensiegen wollten wir nun auch die Rückrunde in Jena mit einem Sieg starten, wenn auch die Vorzeichen nicht besonders gut standen. Denn wieder einmal mussten wir in Unterzahl antreten, da David und Thomas fehlten. Zwar traten auch die Gastgeber nur zu zehnt an, allerdings war dies im Spiel kaum zu bemerken.
Dabei begann das Spiel für uns eigentlich nicht schlecht: nach einem Abspielfehler der Jenaer Verteidigung fing Robert den Ball schon in der gegnerischen Hälfte ab, setzte mit einem guten Pass in die Spitze Maik in Szene, der nur noch den Torwart zu überwinden brauchte. Ab diesem Weckruf bestimmte jedoch der Gastgeber das Spiel. Die Überlegenheit im Mittelfeld war geradezu erschreckend und so sicher wie die Jenaer das Spiel aufbauen und kontrollieren konnten, hatte man eher das Gefühl sie hätten eher einen Mann zu viel als einen zu wenig auf dem Platz. Zwar standen wir lange gut in der Verteidigung, doch das kräftezehrende Spiel nagte an Konzentration und Kampfeswille und so war es dann kurz vor der Pause doch soweit und Jena kam nach einer etwas chaotischen Situation zum Ausgleich und konnte wenige Minuten später das Spiel durch einen Siebenmeter sogar komplett drehen.
Auch nach der Pause dominierten die Jenaer, auch wenn wir nun etwas mehr nach vorn zustande brachten, jedoch ohne die endgültige Durchschlagskraft. Als dann nach einem schönen Rückhandschlag auch noch das 1:3 fiel, versuchten wir noch einmal alles nach vorn zu werfen, indem Tom nun als zweite Sturmspitze agierte. Offensiv verpuffte diese Aktion jedoch komplett. Stattdessen standen die verbliebenen Verteidiger nun oft auf völlig verlorenem Posten und die Jenaer nutzten jede sich bietende Gelegenheit. Somit wurde es am Ende sogar noch ein richtiges Debakel, dass uns mit einem 1:7 auf den Boden der Tatsachen zurückholte.
Autor: Roman Murcek
01.05.2011 - Männer - Punktspiel in Pillnitz
Brockwitzer Sahnetag am Feiertag
Nach dem erfolgreichen Feldeinstand 2011 vor zwei Wochen in Leipzig ging es am Sonntag zum zweiten Nachholspiel nach Pillnitz. Diesmal konnten wir sogar eine vollständige Mannschaft stellen, da auch Thomas diesmal mit von der Partie war und sich mit in die Abwehrkette einreihte.
Das Spiel begann etwas schleppend mit leichtem Übergewicht der Pillnitzer. Allerdings konnten unsere Verteidiger die Angriffe des Gastgebers meist schon frühzeitig unterbinden, so dass sich nur selten echte Gefahr in unserem Schusskreis entwickelte. Im Gegenzug wurden die abgefangenen Bälle immer wieder schön schnell in die Spitze und die Nahtstellen der Pillnitzer Verteidigung gespielt. So war es dann Mitte der ersten Hälfte auch soweit und Mittelstürmer Maik konnte zum ersten Mal nach schönem Zuspiel den Torwart umkurven und den Ball aus spitzem Winkel im Tor unterbringen. Kurz vor der Pause gelang ihm dann auch noch der zweite Treffer, der dem gesamten Team noch mehr Sicherheit gab. Robert hatte den Ball gut in den Kreis geschoben, wo Maik dann seinen Schläger den entscheidenden Tick schneller an die Kugel bekam und diese mit etwas Glück am Torwart vorbeischob.
Im zweiten Spielabschnitt sollte sich dann ein regelrechtes Schützenfest entwickeln. Da die Pillnitzer nun gezwungen waren, noch offensiver zu spielen und ihre Abwehrreihe nach vorn zu verschieben, konnten unsere Stürmer ihre Schnelligkeitsvorteile noch stärker ausspielen. Unsere stabile Abwehrarbeit und die früh abgefangenen Bälle waren dabei der Schlüssel zum Erfolg. Nach einem Schlänzer von Roman aus dem Mittelfeld, war es erneut Maik, der einen Stoppfehler der Pillnitzer Verteidigung ausnutzte und den Ball erneut ohne lang zu fackeln flach am Keeper vorbeibrachte. Dazu kam dann auch noch, dass an diesem Tag plötzlich sogar unsere Ecken funktionierten. Gleich die erste verwandelte Maik nach einem Ableger von Roman aus kurzer Distanz. Wenig später war es dann Tom, der ebenfalls nach einem Ableger bei einer Ecke das fünfte Tor besorgte. Den Schlusspunkt setzte dann erneut Maik. Nach einem Schuss, aus spitzem Winkel, von Roman ließ der Keeper den Ball genau vor die Füße von Maik abprallen, so dass dieser nur noch gemütlich einschieben brauchte. Mit diesem Sieg konnten wir uns also noch nachträglich die "Herbstmeisterschaft" sichern. Nun gilt es diese Leistung in den Rückspielen zu bestätigen.
Autor: Roman Murcek